Wickel und Auflagen – uralt, und doch sehr wirkungsvoll

 

Wickel und Auflagen werden in unterschiedlichen Einsatzgebieten verwendet. In beiden Varianten (kalt oder warm), werden sie zur Therapie verwendet. In einigen Einsatzgebieten werden auch Wickel mit Zusätzen eingesetzt.
Wickel werden um das komplette betreffende Körperteil gewickelt, während Auflagen gezielt einer Stelle des Körpers aufliegen. Hier wird punktuell gewärmt oder gekühlt. 

Es handelt sich um eine Reiztherapie, die in unterschiedlichsten Ausprägungen wirken kann. Je nach Temperaturdifferenz von Körper und Wickel, bzw. Auflage, kann der Reiz stärker oder schwächer wirken. Hierbei ist das Ziel, dass der Reiz möglichst gering gewählt wird, damit die Reaktionen nicht zu stark ausfallen. Ein kühlender Wickel soll zum Beispiel lediglich den Reiz auslösen, dass im Körper Heilungsprozesse angestossen werden und es nicht zu einer Auskühlung von betreffenden Körperteilen kommt. Auch die Anwendungsdauer kann dazu beitragen, wie stark oder schwach ein Reiz ausgelöst wird. 

Einsatzbereiche der Wickel und Auflagen 

Wickel werden üblicherweise zum Fiebersenken, zum Fördern der Durchblutung und zum Lösen von Verspannungen eingesetzt. Zudem kann ein Wickel auch zur Entzündungslinderung beitragen. 
Auflagen werden u.a. bei Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen oder auch Gelenkschmerzen angewendet.
In einigen Bereichen können Wickel und Auflagen auch entgiftend wirken. 

 

Vorteile von Wickel und Auflagen gegenüber herkömmlichen Therapiemöglichkeiten

Die Vorteile dieser Behandlungsmethoden liegen ganz klar auf der Hand! Es handelt sich um eine schonende und natürliche Therapieform. Unerwünschte Nebenwirkungen bleiben hier fern. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil ist ausserdem die Vermittlung von Nähe und Geborgenheit des Wickelnden, bzw. Auflegenden, an den Patienten. Durch die Anwendung erfährt dieser Zuwendung und Nähe, was sich vor allem in der Pädiatrie, aber auch im Umgang mit alten Menschen, positiv auswirken kann.

Welche Krankheitsbilder lassen sich mit dieser klassischen Therapieform behandeln?

Kühle Wickel werden häufig zur Linderung von Fieber, Brustentzündungen, Prellungen und Sehnenscheidenentzündungen gewählt.
Warme Wickel können unterstützend wirken gegen Schlafstörungen, Bindegewebsschwächen und periphere Durchblutungsstörungen.
Eine weitere Variante stellt der Eiswickel dar, welcher sich hilfreich zu der Therapie von akuter Gicht, akuten Schmerzen und Insektenstichen sowie Bienen-und Wespenstichen bewährt hat.

Wickel und Auflagen sind eine gute Therapie bei folgenden Beschwerden:

  • Menstruationsbeschwerden

  • Bauchschmerzen

  • Koliken

  • Verstopfung

  • Durchfall

  • Infekten

  • Überfunktion der Schilddrüse

  • Herzklopfen

  • Bronchialen Erkrankungen

  • Entzündlichen Hautstellen

  • Venenentzündungen

  • Abszessen

  • Rheumatischen Erkrankungen

  • U.v.m.

An dieser Stelle wird dringlichst darauf hingewiesen, dass die Therapieform der unterschiedlichsten Wickelarten nicht unbedingt in ungeschulte Hände gehört. Reize sollten keinesfalls zu stark wirken, das heisst, dass Wickel schnell ihre Wirkung verlieren und sogar kontraproduktiv wirken können, wenn die Anwendung nicht korrekt durchgeführt und beherrscht wird.